DER VORNAME

Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

 

Premiere 13. Februar 2015 | Landestheater Coburg

Spielzeit 2014/15 | 2015/16

 

Regie: Leila Müller

Bühnenbild und Kostüme: Karlheinz Beer & Leila Müller 
Dramaturgie: Dirk Olaf Hanke

Elisabeth Garaud-Larchet: Kerstin Hänel
Pierre Garaud, Elisabeths Mann: Nils Liebscher
Claude Gatignol, Elisabeths Jugendfreund: Thorsten Köhler
Vincent Larchet, Elisabeths Bruder u. Pierres Jugendfreund: Ingo Paulick
Anna Carvati, Vincents Verlobte: Anne Rieckhof

Wunderbar gekonnt spielt sich in präzisem Timing Leila Müllers federleicht-gelungene Inszenierung ab. Vollkommen richtig setzt sie auf Unterbrechungen per Mienenspiel: Dem verbalen Schlagabtausch folgt der Blick auf den Augenblick, Grimassen und vor das Gesicht geschlagenen Händen. Das forciert eine etwas überspitzte Gestik, Sprachdynamik und Spielintensität. Die Kunst liegt bei Müllers Regiearbeit darin, dass der Pegel immer nur knapp unter oder über normal pendelt. So empfindet der Zuschauer das Hin und Her der Wortgefechte besonders eindringlich. In der direkt darauf folgenden fassungslosen Stille des Atemschöpfens wirken dann die verbalen Verletzungen besonders lächerlich.

Stilsicher hat Leila Müller genau diese tiefere Essenz der so rabiat-gefühlvollen Tragikomödie herausgearbeitet: Denn all die Komplexe, Diktatoren und Vergangenheiten, über die wir dann lachen können, verlieren ihren Schrecken. In der ausverkauften Reithalle gab es langen Applaus mit Trampeln und Bravos.

Bernd Schellhorn – Neue Presse, 16. Februar 2015

 

Heiter bis grotesk am Abgrund -  So wird die Coburger Erstaufführung der französischen Erfolgskomödie „Der Vorname“ zum gelungenen Balanceakt zwischen Komik und Tragik. Dafür gibt es reichlich Premierenapplaus in der Reithalle.

Ein Tanz am Abgrund zwischen flotter Komödie und drohender Katastrophe – so bringt Leila Müller dieses Erfolgsstück des Autorenduos aus Frankreich auf die Bühne der Reithalle …

einen feinfühlig in Balance gehaltenen Theaterabend. Mit sensiblem Gespür lässt Regisseurin Leila Müller ihre Akteure zwischen Komik und Beinahe-Tragik pendeln. Dabei beweist sie jederzeit sicheres Tempogefühl zwischen turbulenter Beschleunigung und nachdenklichem Verweilen. Vor allem aber gelingt es ihr, das Darsteller-Quintett in jeder Szene als bestens harmonierendes Ensemble zu führen.

sie begeistern das applausfreudige Premierenpublikum mit Spielfreude und perfektem Timing.

Jochen Berger – Coburger Tageblatt, 16. Februar 2015

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